Harrys Bar, Venedig

Harrys Bar, Venedig: Wer die legendäre Geschichte aus den 1920er Jahren mit dem Barkeeper Cipriani und dem amerikanischen Studenten Harry kennt, ist gespannt auf Harrys Bar. Vor 10 Jahren war ich es auch und begeistert. Der alte Herr Cipriani kam noch des abends vorbei und begrüßte die Gäste. Das hatte alles noch Flair.

Heute ist es anders. Auch dort regiert die Abzocke. Der Bellini kostet im unteren Bereich 16,50 Euro, ein Gin Tonic 22 Euro. Gleich wird auch noch 10 Prozent Service draufgeschlagen (unleserlich geschrieben, oder sind es die Oliven oder der „Gruß aus der Küche“, der doch noch berechnet wird?). Es geht zu wie auf dem Jahrmarkt, Kindergeschrei und sich exhibitionistisch gebende, stillende Mütter inklusive.

Nichts gegen stillende Mütter, auch in der Öffentlichkeit. Da gibt es viele gute Beispiele, wie es ohne Aufsehen geht. Aber wenn erst mal alles mit entsprechendem Brimborium „ausgepackt“ wird und der Vater Aufsehen erheischend zur Kamera greift – da mögen andere ihre Freude dran haben. Harrys Bar – nein danke.

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